Ein Firmenevent läuft oft monatelang in der Planung. Catering, Technik, Einladungen, Ablaufplan – alles steht. Was dabei regelmäßig übersehen wird: die physische Zugangssicherheit des Veranstaltungsorts. Dabei kann ein defektes Schloss an einer Personaleinfahrt oder eine falsch konfigurierte Zugangskarte die gesamte Veranstaltung gefährden, im schlimmsten Fall sogar den Versicherungsschutz gefährden.

Warum Zugangssicherheit bei Events kein Randthema ist

Veranstaltungsorte werden von unterschiedlichsten Gruppen genutzt: Tagungshotels, Messegebäude, umgebaute Industriehallen, Konferenzzentren. Viele dieser Räumlichkeiten haben über Jahre gewachsene Schließanlagen, die niemand mehr vollständig überblickt. Eine Studie des VdS Schadenverhütung, einem der führenden deutschen Prüfinstitute für Sicherheitstechnik, zeigt, dass ein erheblicher Anteil von Einbrüchen auf mangelhaften oder veralteten Schließsystemen basiert. Für Firmenevents bedeutet das: Wer einen fremden Veranstaltungsort mietet, übernimmt auch die Risiken seiner Sicherheitsstruktur.

Hinzu kommt die rechtliche Komponente. Veranstalter tragen nach deutschem Recht eine Verkehrssicherungspflicht gegenüber allen Gästen. Das bedeutet: Stürzt jemand durch eine nicht gesicherte Notausgangstür, oder dringt eine unbefugte Person über eine defekte Seiteneinfahrt ein, kann der Veranstalter haftbar gemacht werden. Wer sich über die genaue Rechtslage informieren will, findet die relevanten Grundlagen im § 823 BGB, der die Haftung für Verletzung von Schutzpflichten regelt.

Typische Sicherheitslücken an Veranstaltungsorten

Bevor ein Event startet, lohnt sich eine systematische Begehung der Location. Dabei fallen immer wieder dieselben Probleme auf:

  • Veraltete Schlösser an Nebenausgängen, die sich von außen leicht manipulieren lassen
  • Fehlende oder defekte Schließzylinder an Lagertüren, in denen Technik oder Catering-Material lagert
  • Unkontrollierte Schlüsselverteilung: Wer hat alles einen Generalschlüssel? Oft weiß das niemand mehr genau
  • Notausgänge, die sich nicht öffnen lassen oder deren Panikbeschläge klemmen
  • Zugangskarten-Systeme ohne aktuelle Berechtigungsmatrix: Ehemalige Mitarbeiter des Veranstaltungsorts haben manchmal noch aktive Karten

Diese Punkte klingen technisch, sind aber reine Organisations- und Kommunikationsaufgaben. Ein Gespräch mit dem Facility-Manager der Location vor Ort und eine einstündige Begehung reichen oft, um die größten Schwachstellen zu identifizieren.

Wann ein Schlüsseldienst vor dem Event sinnvoll ist

Nicht jede Sicherheitslücke lässt sich durch ein Gespräch schließen. Manchmal braucht es handwerkliche Eingriffe: ein defekter Schließzylinder muss ausgetauscht werden, eine Schließanlage neu kodiert oder ein alter Tresorschlüssel neu angefertigt werden. Für solche Arbeiten, die idealerweise zwei bis drei Tage vor dem Event erledigt werden sollten, ist ein regionaler Fachbetrieb die richtige Adresse. In der Metropolregion Rhein-Neckar etwa übernimmt SK Schlüsseldienst Mannheim solche Aufgaben auch kurzfristig und auf Anfrage auch außerhalb regulärer Geschäftszeiten.

Wichtig dabei: Den Schlüsseldienst nicht erst rufen, wenn das Problem akut ist. Wer am Morgen des Eventauftakts merkt, dass die Haupteingangstür klemmt, zahlt Notfall-Zuschläge und hat trotzdem Stress. Ein geplanter Termin einige Tage vorher kostet weniger und gibt Planungssicherheit.

Schließanlagen für temporäre Nutzung: Was Veranstalter wissen sollten

Bei größeren Firmenevents, die mehrere Tage dauern oder bei denen besonders sensible Bereiche abgesichert werden müssen (Serverräume, VIP-Lounges, Tresorräume für Bargeld), ist ein temporäres Schließkonzept sinnvoll. Das bedeutet: eigene Schließzylinder werden für die Dauer des Events eingebaut und danach wieder entfernt. Der Veranstaltungsort behält seinen ursprünglichen Schlüsselsatz, der Veranstalter hat während des Events vollständige Kontrolle über den Zutritt.

Solche Lösungen sind in der Eventbranche noch wenig verbreitet, obwohl der Aufwand überschaubar ist. Ein einzelner Schließzylinder lässt sich in zehn bis zwanzig Minuten austauschen. Bei zehn zu sichernden Türen spricht man von einem halben Tag Handwerkerzeit, und damit von einem überschaubaren Budgetposten.

Checkliste: Sicherheitscheck vor dem Firmenevent

Bereich Prüfpunkt Zuständigkeit
Haupteingang Schließmechanismus funktionsfähig, Türstopper vorhanden Location + Veranstalter
Notausgänge Panikbeschläge geprüft, Weg freigehalten Veranstalter
Lagerbereiche Schlösser intakt, Schlüsselliste aktuell Veranstalter
Serverraum / Technik Zugang auf zwei Personen begrenzt IT + Veranstalter
Schließanlage gesamt Generalschlüssel-Inhaber dokumentiert Location-Management

Notfallplan für den Eventtag

Selbst bei sorgfältiger Vorbereitung kann am Eventtag etwas schiefgehen. Eine Tür lässt sich nicht mehr von innen öffnen, ein Schlüssel bricht im Schloss ab, ein elektronisches Zutrittssystem gibt wegen eines Softwarefehlers den Geist auf. Für solche Szenarien gehört die Nummer eines erreichbaren Schlüsseldienstes in jeden Notfallplan, zusammen mit der Adresse des Veranstaltungsorts und dem Namen der verantwortlichen Kontaktperson vor Ort.

Wer außerdem wissen will, welche Normen für Schließanlagen in öffentlich zugänglichen Gebäuden gelten, findet beim Deutschen Institut für Normung entsprechende Informationen zu den relevanten DIN-Normen für Schlösser und Beschläge, etwa DIN EN 12209 für mechanische Schlösser.

Ein gutes Firmenevent ist das Ergebnis vieler gut geplanter Details. Zugangssicherheit gehört dazu, nicht als Bürokratie-Pflicht, sondern als handwerkliche Grundlage dafür, dass alles andere reibungslos laufen kann. Wer diese Planung ernst nimmt, schützt seine Gäste, seine Haftung und am Ende auch seinen Ruf als Veranstalter.

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